Pflegestärkungsgesetz - | Reilstift.de

17.12.2017, 9 Uhr
Posaunenchorgemeinschaft
Westrhauderfehn-Rhaude

17.12.2017, 15:30 Uhr
Chor "Einigkeit Rajen" 50 Jahre Reilsitft
Ev. Seniorenzentren Westrhauderfehn

18.12.2017
Weihnachtsbaum schmücken

Ev. Seniorenzentren und Tagespflegen

24.12.2017
Heilig-Tag

-Ev. Seniorenzentren Rhaudermoor & Westrhauderfehn -

28.12.2017
Speckendicken-Essen
Seniorenzentren und Tagespflegen

31.12.2017, Silvester

erste Kalenderwoche 2018
Sternensinger
Ev. Seniorenzentren und Tagespflegen Westrhauderfehn & Rhaudermoor

21.01.2018, 15 Uhr
Fahrt zum Plattdeutschen Theater

12.02.2018, ab 15 Uhr
Karneval in den Seniorenzentren und Tagespflegen

Pflegestärkungsgesetz II (PSG II)– Änderungen im Überblick

Zum 01.01.2017 tritt das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft und damit die gravierendsten Veränderungen im Bereich der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die Veränderungen zum 01.01.2017 ermöglichen.

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff
Das neue Gesetz soll bewirken, dass allen Pflegebedürftigen gleichberechtigt Zugang zu Pflegeleistungen ermöglicht wird. Wurden bisher geistig Beeinträchtigte, z.B. an Demenz Erkrankte, kaum berücksichtig so soll sich dies mit dem neuen System ändern. Gemäß dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sind Menschen pflegebedürftig, die Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeitsstörungen aufweisen.
 
Neues Begutachtungssystem 
Wie bisher nimmt auch weiterhin der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Begutachtung und Einstufungen vor. Unter Berücksichtigung des neu definierten Pflegebedürftigkeitsbegriffs wurden sechs Module – Aktivitätsbereiche - festgelegt, nach denen die Pflegebedürftigen auf Ihre Selbständigkeit überprüft werden. Es wurde ein Fragenkatalog erarbeitet, je nach Beantwortung werden Punkte vergeben. Die Punkte der einzelnen Module finden dann prozentual Berücksichtigung bei der Einstufung in die fünf Pflegegrade.
 

Pflegestufen werden Pflegegrade
Alle Pflegebedürftigen die bereits eine Pflegestufe haben werden zum 01.01.2017 automatisch in Pflegegrade überführt. Die Einstufung erfolgt ein Pflegegrad höher als die bisherige Pflegestufe und bei festgestellter eingeschränkter Alltagskompetenz sogar zwei Pflegegrade höher als die Pflegestufe.

Geplant ist, dass die Pflegekassen in der Zeit ab Oktober bis Dezember 2016 allen Versicherten Leistungsbescheide zukommen lassen. Die Versicherten sollen durch die Bescheide über ihren Pflegegrad und die damit einhergehenden Leistungsansprüche informiert werden.
 


Anmerkung:
Ob eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt wurde steht im Bescheid der Pflegekasse. Sollten sie keinen Bescheid vorliegen haben, können sie diesen bei ihrer Pflegekasse anfordern. Eine eingeschränkte Alltagskompetenz liegt z.B.  bei einer (beginnenden) Demenz oder geistigen Behinderungen vor.
Wir empfehlen zu überprüfen, ob ggf. zum jetzigen Zeitpunkt eine neue Begutachtung beantragt werden sollte.

 

  1. 4)    Bestandsschutz
    Es soll kein Leistungsbezieher durch das neue Pflegestärkungsgesetz schlechter gestellt werden, deshalb wurde ein Leistungs- und Bestandsschutz festgelegt, für alle Pflegebedürftigen, die vor dem 01.01.2017 bereits Leistungen bezogen haben.

  1. 5)    Entlastungsbetrag
    Die bisherigen zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45 SGB XI werden durch einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € monatlich ersetzt.
    Pflegebedürftige aller Pflegegrade haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag. Dieser ist jedoch keine Geldleistung sondern zweckgebunden und z.B. zur Mitfinanzierung der teilstationären Pflege (Tagespflege), vorübergehende stationären Kurzzeitpflege oder Leistungen der ambulanten Pflege verwendet werden.
     
     
  1. 6)    Pflegegeld für häusliche Pflege
    Für pflegende Angehörige, die einen Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 bis 5 mindestens 10 Stunden die Woche auf mindestens 2 Tage verteilt zu Hause betreuen werden zukünftig die Rentenbeiträge durch die Pflegeversicherung übernommen.
    Auch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden durch die Pflegeversicherung gezahlt, sofern der Pflegende aus seinen Beruf ausgestiegen ist, um die Pflege zu übernehmen.
    Wenn Ehrenamtliche oder Angehörige die Pflege übernehmen besteht Anspruch auf Pflegegeld. Pflegegeld kann mit ambulanten Pflegesachleistungen kombiniert werden. Zum 01.01.2017 erhalten fast alle Pflegebedürftigen für die häusliche Pflege höhere Leistungen.
    Hier berät Sie gerne unsere Diakoniestation Rhauderfehn/Ostrhauderfehn 0 49 52 / 92 10 93
     

     

 

  1. 7)    Ambulante Pflegesachleistungen
    Ambulante Pflegesachleistungen können mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch genommen werden. Diese Pflegesachleistungen können mit dem Pflegegeld kombiniert werden. Hierzu berät sie unsere Diakoniestation Rhauderfehn/Ostrhauderfehn gerne ausführlicher.
     
     
     
  1. 8)    Teilstationäre Leistungen – Tagespflege
    Leistungen die für ambulante Pflegesachleistungen zur Verfügung gestellt werden, stehen zusätzlich für eine Tagespflege zur Verfügung.
    Je nach Pflegegrad kann dies bedeuten, dass ein Besuch in der Tagespflege 5 Tage die Woche ohne Zuzahlung möglich ist.
    Unsere Pflegedienstleitungen der Tagespflege Rhaudermoor und Westrhauderfehn beraten sie gerne und nehmen gerne eine individuelle Berechnung der Kosten für sie vor.
  1. 9)    Stationäre Bereich
    Im stationären Bereich wurde der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) eingeführt.
    Ab 01.01.2017 bezahlen alle Bewohner einer Pflegeeinrichtung einen einheitlichen Eigenanteil unabhängig vom Pflegegrad. Die Höhe des EEE wird für jede Einrichtung individuell festgelegt.

    Diese Änderung führt dazu, dass zukünftig Bewohner mit niedrigen Pflegegraden einen höheren Eigenanteil als bisher zahlen müssen, hingegen Bewohner mit einem höheren Pflegegrad einen geringeren Eigenanteil haben. Unsere Bewohner der Ev. Seniorenzentren werden Ende November schriftlich über die Höhe des einheitlichen Eigenanteils informiert. Wir möchten an dieser Stelle aber noch einmal auf den Leistungs- und Besitzstandschutz verweisen. Dieser führt dazu, dass Bewohner die bereits vor dem 01.01.2017 in einer stationären Einrichtung untergebracht waren, keinen höheren Eigenanteil befürchten müssen. Es kann höchsten zu einer Reduzierung des Eigenanteils kommen.